Der Zusammenhang war nicht logisch, aber er war da! Autos und Flirten gehörten untrennbar zusammen. Wer kein Auto hatte, dessen Flirtchancen waren gering. Irgendwie eine magische Beziehung zwischen Wirtschaftswunder, sexueller Revolution und dem persönlichen Blechbesitz. Der Sex-Appeal des Autos ist weitgehend verflogen, aber noch nicht ganz! Schauen wir, was Flirten und Autos in unserer heutigen Zeit miteinander zu tun haben.
Aspekte: Mit dem Auto aufsehen erregen, aus dem Auto heraus flirten, mit dem Auto Kavalier spielen,, schnell zu ihm oder ihr fahren, sich direkt im Auto vergnügen.
Ein Sommerabend in der Stadt. Laute Musik dröhnt aus dem Auto. Alle Blicke richten sich auf das Auto, und siehe da, es ist ein teurer, schneller, sexy Schlitten. Geblendet vom Glanz der Karosse ist der Fahrer nicht mehr zu erkennen. Was der Fahrer erreicht hat: Er hat Aufmerksamkeit erregt. Nur, wie soll der Flirt weiter gehen? Wie soll die Kontaktaufnahme erfolgen? Keine leichte Frage. Von daher eher eine Flirtvariante für diejenigen, die einfach ein paar Sekunden Aufmerksamkeit haben wollen.
Wesentlich subtiler ist der Flirtversuch an der Ampel oder im Stau. Nett aus dem Fenster gelächelt zur Fahrerin im Auto nebenan oder ein charmanter Kuss dem Fahrer im Auto hinter einem zugeworfen. Auf dem Übertragungsweg zwischengeschaltet: Ein Rückspiegel und zwei Windschutzscheiben. Das schützt mit Sicherheit vor der Übertragung von Krankheiten und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch vor Erfolg. Wie hoch ist die Chance, dass die Flirtsignale überhaupt wahrgenommen werden? Dumm auch, wenn der oder die Angeflirtete gerade nicht in Flirtlaune ist. Vielleicht ist er oder sie ja gerade auf dem Weg, um schwer kranke Angehörige im Krankenhaus zu besuchen. Unverschämt ist auch, auszunutzen, dass die Angeflirtet im Stau oder an der roten Ampel sich nicht so einfach entziehen kann. Und auch hier wieder die ganz entscheidende Frage: Wie soll es weitergehen? Werden beide bei der nächsten Gelegenheit rechts ran fahren und einen Cafe trinken? Sehr unwahrscheinlich! Da bleibt nur, eine Kontaktanzeige im Internet zu schalten: „Ich hab mich in dich verliebt, ich hab dich in einem roten Kleinwagen am Donnerstag auf der A2 gesehen“. Damit das Ganze klappt, muss die gesuchte Person nur noch 1.) die Anzeige lesen, 2.) merken, dass sie angesprochen ist 3.) Lust haben zu reagieren. Kein gangbarer Weg für Realisten!
Resümee: Autos sind zur Kontaktaufnahme eher schlecht geeignet.
Die Texte und alle anderen schutzfähigen Bestandteile dieses Seite sind selbstverständlich urheberrechtlich geschützt. Es wird regelmäßig nach unrechtsmäßige Veröffentlichungen gesucht.
Impressum/Wichtige Hinweise