Moral ist das Befolgen einer Reihe von Regeln, die zumeist nicht niedergeschrieben sind. Wer diese Regeln befolgt, handelt moralisch, wer nicht unmoralisch. Umschreiben lässt sich Moral mit, "das, was gut ist" oder "das, was menschlich gesehen das Richtige ist". Moral entscheidet darüber, ob etwas als gut oder böse wahrgenommen wird. Was als moralisch und unmoralisch wahrgenommen wird, ist abhängig von Zeit, Ort und sozialem Umfeld.
Manchmal sind moralische Regeln als Gesetz niedergeschrieben, die meisten sind jedoch, ohne genau niedergeschrieben oder festgelegt zu sein, in der Gesellschaft verwurzelt. Ebenso subtil sind die Strafen, die auf Verletzung der Regeln folgen. Tadel, Missachtung oder Freundschaftsentzug sind typische Strafen, die auf unmoralisches Verhalten folgen.
Im Bereich des Flirtens gilt in vielen Kreisen das Fremdgehen als unmoralisch. Wo die Grenzen hierbei gesetzt werden, ist höchst unterschiedlich. Während einige schon ein Gespräch mit einem anderen Partner als zu viel empfinden, ist für andere noch das Knutschen mit Fremden völlig in Ordnung.
Moralisten sind Menschen, die mit großer Freude und Eifer andere auf moralische Regeln hinweisen. Dabei haben diese Menschen oftmals den Anspruch, dass ihre eigenen Regeln die einzigen richtigen Regeln sind. Motivation für das Handeln von Moralisten ist dabei oftmals weniger die Sorge um die Moral, sondern Neid und Unzufriedenheit mit sich selbst. Einigen Moralisten z. B. fällt es schwer, einen Partner zu finden. Wenn andere Menschen in ihrem Umfeld jeden Monat einen neuen Partner haben, sind Moralisten geneigt, das was sie auch gerne hätten, aber nicht erreichen, als unmoralisch darzustellen. Insbesondere unter Frauen ist es auch verbreitet, andere Frauen, die eine gute Figur haben und den Mut aufbringen, um sich sexy zu kleiden, mit Hinweis auf die Moral in Misskredit zu bringen. Dabei stellt sich die Frage, ob derartig missgünstiges Verhalten nicht selbst unmoralisch ist.
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