Hip-Hop wird landläufig als Musikstil angesehen. Anhänger fassen den Begriff noch weiter und sehen in Hip-Hop eine Kultur. Deren Säulen sind Rap, Graffiti und Breakdance. Rap ist ein rhythmischer Sprechgesang, der von einem MC (Zeremonienmeister) vorgetragen wird. Die Musik kommt von einer Vinylschallplatte, die ein DJ auflegt und durch Scratchen und Mixen weiterentwickelt. Unter Graffiti wird das zumeist illegale Bemalen von Wänden und Zügen mit übergroßen Schriftzügen verstanden. Die Schriftzüge sind für nicht-eingeweihte Betrachter nicht entzifferbar und werden nur als farbenfrohe Komposition wahrgenommen. Breakdance ist eine akrobatische Tanzform.
In seiner Hochzeit stand bei Hip-Hop das Leben der jungen afro-amerikanischen Bevölkerung in den US-amerikanischen Ghettos im Vordergrund. Gangs, Drogen und Gewalt standen im Mittelpunkt vieler Texte und wurden nicht selten positiv dargestellt und überhoben.
Heute ist Hip-Hop kommerzialisiert. Teilweise werden getreu des Mottos „sex sells“ erotisierende Inhalte in Liedern und damit verbundenen Darbietungen zum besten gegeben. Auf der anderen Seite hat sich grade in Deutschland eine Form pubertierenden Hip-Hops herausgebildet, bei der ein vergröberndes, übersteigert chauvinistisch geprägtes Bild von Sexualität gezeichnet wird, das wenig mit der Realität zu tun hat.
Allen Bemühungen zum Trotz ist Hip-Hop aufgrund seiner Energiegeladenheit und seiner Uneinsichtigkeit eine eher maskuline Angelegenheit mit geringem Flirtfaktor. Es gibt allerdings eine sanftere, melodiöse Schwester des Hip-Hops, RnB.
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