Der Ausdruck Anbandeln kommt aus dem süddeutschen Raum und Österreich. Er bedeutet soviel, wie eine Verbindung (=Band) herstellen. Er beschreibt eine recht harmlose Form des Kennenlernens. Vorwiegend wird er von älteren Leuten gebraucht, wenn diese beobachten, dass zwei junge Menschen verstärktes Interesse füreinander zeigen, ohne dass schon eine Beziehung zu Stande gekommen ist. Anbandeln setzt gegenseitiges Interesse beider Personen voraus. Andernfalls handelt es sich lediglich um „Schöne-Augen-Machen“.
Ein typischer Fall von Anbandeln ist zum Beispiel, wenn eine Kundin in einem Geschäft sich immer bei einem ganz bestimmten Verkäufer anstellt und dieser sich bemüht dort zu bedienen, wo die Kundin ansteht. Wenn dann noch von Tag zu Tag die Konversation zunehmend über die zur bloßen Abwicklung der Bestellung notwendige Verständigung herausgeht, ist dies ein deutliches Anzeichen, dass die Beteiligten versuchen anzubandeln.
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