Adonis ist eine Gestalt aus antiken Mythologien. Die Sage über Adnois' Herkunft ist skurril. Er ging angeblich aus einer inzestösen Beziehung zwischen Kinyras und ihrem Vater hervor. Dem Vater war allerdings bei der Zeugung nicht klar, mit wem er sich eingelassen hatte. Als der Vater bemerkte, was er getan hatte, versuchte er Kinyras zu töten. Diese verwandelte sich in einen Baum, von dem dann Adonis geboren wurde.
Adonis war ein außerordentlich schöner Jüngling. Er soll einen tollen Körper gehabt haben. Deshalb war er auch der Geliebte von Aphrodite, der Göttin der Liebe und sinnlichen Begierde. Da so ein schöner Mensch zu schade für nur eine Frau ist, hatte er noch eine weitere Geliebte, Persephone. Seine Zeit musste er auf Geheiß des Göttervaters Zeus nach strengen Regeln zwischen beiden aufteilen. Ein attraktiver Jüngling verursacht verständlicherweise auch Neid. Aris, Gott des schrecklichen Krieges, war eifersüchtig auf Adonis. Aris verwandelte sich in einen Eber und tötete Adonis.
Adonis gilt noch heute als Inbegriff der männlichen Schönheit. Gesagt zu bekommen "du hast einen Adoniskörper" ist ein großes Kompliment, sofern es denn ernst gemeint ist. Weniger erfreulich ist ein Adoniskomplex. Damit wird die Sucht einiger jungen Männer in der heutigen Zeit bezeichnet, ständig nach mehr Muskeln zu streben. Betroffene Männer empfinden sich als schmächtig, auch wenn sie schon einen ausgeprägt muskulösen Körper haben. Der Adoniskomplex ist damit das Gegenstück zur unter jungen Frauen verbreiteten Magersucht.
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